Sonntag, September 24, 2006

Tamara Bischof als Landrätin wiedergewählt

Die Ländrätin Tamara Bischof (Freie Wähler, Landkreis Kitzingen) wurde heute mit 97% der gültigen Stimmen wiedergewählt.

Ländrätin Tamara Bischof (Freie Wähler) Frau Bischof, Jahrgang 1961, hatte keinen Gegenkandidaten, wohl weil sie bei ihrer ersten Landratswahl vor sechs Jahren den Konkurrenten, einen erfahrenen Bürgermeister von der CSU, mit deutlichem Vorsprung aufs Abstellgleis schob.
Trotzdem hat Tamara Bischof um jeden Wähler gekämpft - sie absolvierte rund 70 Termine.

Die Freien Wähler aus Forchheim gratulieren.

Dienstag, September 19, 2006

CSU lebt in der Vergangenheit

"Die CSU ist online noch fünf Jahre zurück" titelt Stefan Fischerländer von Suchmaschinen-Tricks.

"Angesichts der Gammelfleisch-Skandale, eines wankelmütigen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden und der Rolle als Junior-Juniorpartner in der Großen Koalition, verwundert es nicht unbedingt, dass die CSU die Zeit um fünf Jahre zurückdrehen möchte."

Grund ist die Datei robots.txt der domain www.csu.de:
User-agent: WebCrawler
Disallow:

User-agent: Googlebot
Disallow:

User-agent: *
Disallow: /


Fischerländer:
"Die CSU erlaubt dem Googlebot, alles zu crawlen. Das verwundert wenig, ist Google unter den Suchmaschinen schon seit Jahren genau das gleiche, was die CSU in Bayern seit Jahrzehnten ist: Der unumstrittene Platzhirsch. Und Monopolisten halten natürlich zusammen.

Wirklich verwunderlich aber ist der Eintrag, alle anderen Suchmaschinen - mit Ausnahme von Webcrawler - zu sperren. Was denn auch dazu führt, dass etwa Yahoo bei einer Suche nach [csu] keinen Treffer von csu.de findet. Klar, eine CSU gibt sich mit niemanden ab, der an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert - aber was bitte soll dann der Eintrag für WebCrawler? Webcrawler.com, eine der allerersten Internet-Suchmaschinen, hat seit Juni 2001 keinen eigenen Crawler mehr, und der Marktanteil liegt irgendwo bei geschätzten 0,0 Prozent.

Mögen die Uhren in Bayern auch anders gehen, fünf Jahre sind im Internet selbst bei uns im Freistaat eine verdammt lange Zeit.
Aufwachen, CSU.
"

Nachtrag:
Derweil haben die Parteifreunde von der CDU ihre Freude an Suchmaschine mit Kohlkopf. Ein herrliches "Rezept".

Sonntag, September 10, 2006

Suchmaschinen mit Kohlkopf - Kochrezept einer Googlebombe

Hier geht es um ein einfaches Koch- SEO-Rezept, das außer einem Kohlkopf keine weiteren Zutaten benötigt.

Wer dieses leckere "Kochrezept" für Web-Köche noch nicht kennt und interessiert ist, besorgt sich so einen Kohlkopf-Link für die eigene Homepage oder den eigenen Blog und imformiert sich bitte über das zu erwartende Geschmackserlebnis im Posting Suchmaschinen mit Kohlkopf - abgeschmeckt.

PS: In diesem Blog finden Gourmets z.B. auch dieses Koch-Ergebnis.

Update vom August 2009: Zwischenzeitlich durfte sich nach der CDU auch die SPD an solch einer Googlebombe einem Kochrezept erfreuen.

Mittwoch, August 30, 2006

CSU Mittelstands-Union Forchheim

Mehrere peinliche Pannen ereigneten sich am 23. August 2006 bei den Neuwahlen der Mittelstands-Union im CSU-Kreisverband Forchheim.

Zunächst präsentierte man dem bisherigen MU-Vorsitzenden, Stadtrat Stefan Schick, mit Christan Hübner einen Gegenkandidaten ("Feind, Todfeind, (CSU)-Parteifreund", Sie erinnern sich?). Der vor einiger Zeit als CSU-Landratskandidat gehandelte Schick war völlig überrascht - Hübner siegte im ersten Wahlgang mit sieben zu sechs, bei drei ungültigen Stimmen. Der sichtlich überforderte Wahlleiter, Bezirkstagsvizepräsident Hans Kotschenreuther ließ noch einmal abstimmen, weil er statt der (vermeintlichen) einfachen eine absolute Mehrheit wollte. Im zweiten Wahlgang kam es zum Patt (7:7). Die Ratlosigkeit bei den anwesenden Mitgliedern der Mittelstands-Union war groß und führte zum Abbruch der gesamten Neuwahlen, mit Festsetzung eines neuen Termins.
Eine Satzung, die Klarheit hätte schaffen können, hatte Stadtrat Stefan Schick, der auch Vorsitzender der Werbegemeinschaft Forchheim ist, offensichtlich für den Wahlleiter nicht griffbereit.

Der bei der Wahl abwesende CSU-Kreisvorsitzende MdL Eduard Nöth vermutete hinterher, dass Bezirkstagsvizepräsident Hans Kotschenreuther - wegen der ungültigen Stimmen - bei der Feststellung der Mehrheit ein Fehler unterlaufen sein könnte.
"Die Torheit begleitet uns in allen Lebensperioden. Wenn einer weise scheint, liegt es daran, dass seine Torheiten seinem Alter und seinen Kräften angemessen sind." (François Duc de La Rochefoucauld)

Mittwoch, August 16, 2006

FW wieder im Stadtrat München

Die Freie­n Wähler München sind wieder im Stadtrat vertreten.

Der frischgebackene Freie Wähler Stadtrat Johann Altmann In einer Pressekonferenz am 16.08.2006 im Ratskeller beim Rathaus am Marienplatz wurde bekannt gegeben, dass der bisherige CSU-Stadtrat Johann Altmann wechselt. Der 51-jährige Polizist will auch bei der Kommunalwahl im Jahr 2008 für die Freie­n Wähler München kandidieren.
Johann Altmann spricht von "Strukturen der Wahlfälscherverbände", wenn er über seine Beweggründe für den Wechsel von der CSU zu den Freie­n Wähler­n spricht.

Bild: Freie Wähler München

Donnerstag, August 03, 2006

Hubert Aiwanger spricht beim Oberfranken­tag

Der Freie Wähler Landesvorsitzende, Aiwanger tritt als Hauptredner auf dem FW-Oberfranken­tag auf.

Die musikalisch umrahmte Veranstaltung findet am 15.08.2006 um 19.30 Uhr in Bad Staffelstein im Schützenfestzelt statt.

Ablauf:

Dienstag, August 01, 2006

Schweizer Optik Forchheim

Der Freie Wähler OV Forchheim war zur Betriebsbesichtigung bei der A. Schweizer GmbH.

Freie Wähler Forchheim bei Schweizer Optik Schweizer Optik, der europäische Marktführer im Bereich "Low Vision" (vergrößernde Sehhilfen wie Brillen und Lupen) bekannte sich, sehr zur Freude der Freie­n Wähler, klar zum Standort Forchheim. Allerdings wünscht sich Firmenchef Alfed Schüttinger mehr Aufmerksamkeit der Stadtspitze gegenüber mittelständischen Betrieben wie Schweizer Optik.

Mittwoch, Juli 26, 2006

Hubert Aiwanger beim Annafest in Forchheim

Hubert Aiwanger, Freie Wähler Landesvorsitzender in Bayern, hat bei seinem Besuch auf dem Annafest in Forchheim ein Interview mit Redaktionsleiter Michael Wuttke von der Tages­­zeitung Fränkischer Tag geführt.

Hubert Aiwanger auf dem Annafest Forchheim Dabei zeigt er deutlich seinen Standpunkt zu Themen wie Gentechnik und ländlicher Raum auf. Aiwanger erläuterte die Positionen der Freie­n Wähler zu Europa-, Wirschafts-, Familien- und Bildungspolitk.
Vor allem will er mit der FW-Wählergruppe im Jahr 2008 endlich den Einzug in den Landtag schaffen. Freie Wähler und SPD sollen auf Augenhöhe sein, die absolute Mehrheit der CSU der Vergangenheit angehören. Die FDP ist ihm kein Wort wert. Gerade so, als ob das Wort Splitterpartei den Superlativ für FDP darstellen würde.
Hubert Aiwanger will die Freie­n Wähler nicht zum Spielball der CSU werden lassen, sondern selbstbewußt auftreten. Aiwanger erklärt, dass die CSU die Freie­n Wähler mehr fürchtet wie die SPD oder die Grüne­n.

PS: Selbst auf lokaler Ebene, wie z.B. in Forchheim ist das Fracksausen der CSU bereits zu spüren.


Das vollständige Interview:

"In zehn Jahren stark wie die SPD"


Interview - Der neue Landesvorsitzende Hubert Aiwanger will die Freien Wähler in den Landtag führen und die absolute Mehrheit der CSU brechen.
von Michael Wuttke, FT

FORCHHEIM - Ziel seiner politischen Arbeit ist es, mit Gleichgesinnten an einer zukunftsfähigen Gesellschaft zu arbeiten, die nicht ferngesteuert ist durch die Einflussnahme von Interessensverbänden, Lobbyisten und "auf Partei­linie getrimmte CSU-Mitglieder". So Hubert Aiwanger, seit März 2006 Vorsitzender der Freien Wähler in Bayern, bei einem Gespräch mit dem FT anlässlich eines Besuches des Forchheimer Annafestes.


Der 35-jährige unverheiratete Agraringenieur aus Rottenburg an der Laaber / Niederbayern sei als "Idealist" in die Politik gekommen und habe sich über die (CSU-nahe) Hanns-Seidel-Stiftung das Rüstzeug zugelegt, sozusagen als "Trojanisches Pferd", lacht er, das heute die Politik der CSU kritisiert. Die FW-Mitglieder sieht er als "skeptische Individualisten", im Gegensatz zu den "Mitläufern des Herdentriebes CSU", an seiner Seite beim ehrgeizigen Ziel, 2008 in den Landtag einzuziehen.

FT: Ihre Kandidatur zum Nachfolger von Armin Grein als Landesvorsitzender und zusätzlich als Vorsitzender der Wählergruppe war umstritten, die Wahl ging knapp aus. Haben Sie inzwischen die Reihen schließen können?
Aiwanger: Das Wort vom Außenseiter bei der Wahl war eine Zeitungsente. Ich habe Erfolg an der Basis und ich spüre wachsendes Medieninteresse. Peter Gauweiler von der CSU und Franz Maget von der SPD haben mit mir gesprochen, die Grünen wollen es noch tun, Verbände wie der BBV und die Lehrer melden sich.

- Bei der Landtagswahl 2008 wollen die Freien Wähler die absolute Mehrheit der CSU brechen, die SPD will deren Ablösung über ein Bündnis. Kann man sich die eher konservativ ausgerichteten Freien neben einer SPD in Regierungs­verantwortung vorstellen?
Wir Freien Wähler arbeiten mit dem zusammen, mit dem wir die meisten unserer Vorstellungen umsetzen können. Tatsache ist, dass 70 bis 80 Prozent der FW-Basis CSU-nahe Wähler sind. Wenn die CSU aber meint, uns an die Wand drücken zu können und an der Thematik blinder Europapolitik, die die Regionalität kaputt macht, nichts ändern zu wollen, dann hat sie sich getäuscht. Wir sind nicht bereit, ihrer Abhakliste auch auf anderen Gebieten emotionslos zu folgen.

- Was macht Sie zuversichtlich, dass Sie Gehör finden?
Die CSU fürchtet die Freien Wähler inzwischen mehr als die SPD und die Grünen. In zehn Jahren sind wir so stark wie die SPD oder stärker. Ich orientiere mich dabei am Beispiel Landshut. Dort haben wir im Stadtrat und im Kreistag die SPD überflügelt. Wir müssen nur an unseren Zielen systematisch arbeiten. Die Sachzwänge vor Ort lassen uns auf eine gewisse Distanz zur Landespolitik gehen.
- Mit welchen Themen wollen Sie den Landtagswahl­kampf bestreiten?
Als praktizierender Landwirt liegt mir der ländliche Raum am Herzen. Hier ist die Infrastruktur zu stärken statt Großprojekte wie den Transrapid, der sich nicht rechnet und unnötig Flächen verbraucht, zu verfolgen.

- An der Gentechnik kommt die Wissenschaft nicht vorbei.
An der Grünen Gentechnik in der Landwirtschaft lehne ich nicht alles ab, aber sie muss ausgereift und sichergestellt sein, dass sie keine Folgen für die Nahrungskette hat. Noch steht sie unter zu starkem Lobbydruck.

- Was kritisieren Sie an der gegenwärtigen Europapolitik?
Ich lehne ab, wie sich Brüssel in die private und öffentliche Daseinsvorsorge einmischt. Man darf nicht alles privatisieren wollen, Bahn, Straßen, Staatsforst, Wasserrecht. Die Politik vor Ort muss Einfluss haben auf die Gestaltung des Lebensumfeldes. Mittelstand und heimische Arbeitsplätze müssen vor allzu großer Globalisierungs­euphorie stehen.

- Stichwort Bildungspolitik.
Ich bin für das dreigliedrige Schulsystem, aber man muss die Hauptschule stärken durch mehr Lehrer und individuelle Förderung in Praxisklassen. Wer bezieht denn Hartz IV? Zum großen Teil die schlecht ausgebildeten Arbeitskräfte.

- Könnten Sie an Mittelständler, die den FW nahe stehen, appellieren, mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen?
Caritative Appelle nützen nichts. Wir müssen für mehr Qualifikation die politischen Rahmenbedingungen schaffen. Ich fordere dabei mehr Handlungsspielraum für die Kommunen.

- Familienpolitik?
Die Ganztagsbetreuung von Kindern muss flächendeckend und kostenlos sein. Die Gelder dafür müssen wir vorhalten. Sonst erleben wir ein gesellschafts­politisches Waterloo. Die Sparmaßnahmen der letzten Jahre haben schon heute zu hohe Folgekosten für die Einrichtungen des Sozialstaates geführt.

Mittwoch, Juli 19, 2006

CSU verliert Landrat

Den Kandidaten-Poker der CSU im Unterallgäu hat der Wähler mit einer saftigen Watschn quittiert! Freie Wähler Kandidat Hans Joachim Weirather siegte gestern im ersten Wahlgang mit 53,9%.

Kritik an der eigenen Partei kam von CSU-Bezirksvorsitzenden Ferber: "Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass die CSU unter sich die Posten an den Bürgern vorbei aufteilt."
So titelte beispielsweise die Tages­­­zeitung Fränkischer Tag: "Verlorene Landratswahl entzweit Schwabens CSU."
Hintergrund ist, dass der bisherige Amtsinhaber Landrat Haisch (CSU) aus Partei-Räson vorzeitig abtreten musste. Grüne und SPD ließen ebenfalls Probanten zur Wahl antreten. Diese hatten jedoch nicht den Hauch einer Chance, nachdem der CSU-Landratskandidat als eigentlicher Verlierer noch von 34,7% der Wähler ein Kreuzchen bekam.

Applaus für CSU und Freie Wähler Die Freien Wähler aus Oberfranken gratulieren dem Sieger, Herrn Landrat Weirather, sowie der CSU.